„Wie ein anderes Morgen aussehen könnte“ – Ein Gedanke von FRAU A.
In meinen Büchern schreibe ich über Menschen, die versuchen, ihr Leben zurückzuerobern – gegen Widerstände, gegen Strukturen, gegen das Gefühl, nicht gesehen zu werden. Und je tiefer ich schreibe, desto mehr merke ich, wie sehr diese Themen nicht nur zu meinen Figuren gehören, sondern auch zu uns. Zu unserem Alltag. Zu unserem Land. Zu dem, was uns trägt – oder eben nicht trägt. Manchmal entstehen beim Schreiben Gedanken, die größer sind als eine Szene oder ein Kapitel. Gedanken, die nicht in der Fiktion bleiben wollen, sondern hinaus in die Welt. Nicht laut, nicht politisch, sondern menschlich. Einer dieser Gedanken hat mich in den letzten Tagen begleitet. Er ist Teil meiner Arbeit, Teil meiner Beobachtung, Teil dessen, was in meinen kommenden Büchern weiterwachsen wird. Und genau diesen Gedanken möchte ich heute mit euch teilen: „Wie ein anderes Morgen aussehen könnte“ Manchmal frage ich mich, wie ein Land aussehen würde, das seine Menschen nicht erst auffängt, wenn sie fallen, sonde