Ich wollte retten.
Ich wollte halten.
Ich wollte heilen.
Bis ich selbst kaum noch atmen konnte.
Ich habe versucht, drei Menschen zu retten –
meinen jüngsten Sohn, meinen Mann und den Mann, den ich Seelenpartner nannte.
Und dabei habe ich mich selbst fast verloren.
Sucht, Alkohol, Drogen, emotionale Abhängigkeit …
Ich habe alles getragen, alles entschuldigt, alles gehofft.
Ich dachte, Liebe bedeutet, stärker zu sein als der Schmerz.
Bis ich begriff:
„Co‑Abhängigkeit ist kein Liebesbeweis. Es ist ein leises Sterben.“
Der Wendepunkt kam, als ich verstand:
Ich kann niemanden retten, der mich nicht erreichen will.
Ich kann niemanden halten, der sich selbst verliert.
Ich kann niemanden heilen, wenn ich mich dafür selbst aufgebe.
Mein Weg war kein Drama.
Es war eine Rückeroberung.
Eine Rückkehr zu mir.
Zu Klarheit.
Zu Würde.
Zu Selbstachtung.
Und ja – ich habe ein Buch darüber geschrieben.
Nicht, um zu gefallen.
Nicht, um jemanden zu schonen.
Nicht, um irgendjemanden zu überzeugen.
Ich habe es geschrieben, weil ich sonst zerbrochen wäre.
Und weil niemand in dieser Hölle glauben soll, er sei allein.
Was vielleicht überrascht:
Es ist nicht nur ein Buch für Frauen.
Auch Männer haben mir geschrieben –
Männer, die sich irgendwann, irgendwo, irgendwie verloren haben.
Männer, die sich in meinen Worten wiedererkennen.
Männer, die sagen, dass sie sich selbst nicht mehr spüren.
Ich habe viele Fragen zur Selbstreflexion eingebaut:
Fragen, die dich zu dir zurückführen.
Fragen, die dich verstehen lassen, warum du so lange getragen hast.
Fragen, die dich erkennen lassen, wo du dich selbst verloren hast.
Fragen, die dich wieder zu dir bringen.
Denn am Ende geht es nicht um Schuld.
Nicht um Drama.
Nicht um Opferrollen.
Es geht um Rückeroberung.
Um Klarheit.
Um Mut.
Um Würde.
Und vielleicht liest heute jemand mit – Frau oder Mann –
der genau dies gerade braucht:
Du bist nicht zu spät.
Du bist nicht falsch.
Du bist im Werden.
Und vergesse nie:
Wähle dich
FRAU A.
Schreib mir deine Frgaen gerne an post@frauaschreibt.de